Propolis, Gelee Royale ,Blütenpollen

 

Nicht nur den goldenen Honig bringen die Honigbienen hervor, sondern weitere wertvolle Substanzen, welche für ein Bienenvolk und dessen Gesundheit unerlässlich sind.

 

Am spektakulärsten ist wohl das Bienenkittharz oder auch Propolis genannt (aus dem griechischem,bedeutet vor der Stadt).

 

Es ist ein Gemisch aus verschiedenen Baumharzen, welches die Bienen von Blattknospen und Blättern sammeln, mit Bienenwachs und Ihren Sekreten vermischen.

 

Mit Propolis kittet das Bienenvolk undichte Stellen im Bienenstock zu und desinfiziert diesen gegenüber Bakterien, Viren u. Pilzen.

Das ist notwendig, denn ein Bienenvolk besteht je nach Jahreszeit aus über mehreren zehntausenden von Bienen, die auf allerengstem Raum zusammen leben.

Ohne Hygiene würden sich alle Insekten untereinander infizieren und das Volk wäre in kürzester Zeit ausgestorben.

Und weil Bienenkittharz (Propolis) so gut unerwünschte Keime abtötet, überziehen die kleinen Summsemänner (sind aber Frauen) das Anflugbrett zu Ihrem Bienenstock ebenfalls mit dieser bräunlichen Substanz.

Somit desinfizieren Bienen sich die Füße, bevor sie ihr Haus betreten !

Auch die Brut- u. Honigwaben müssen sauber und vor ihrer Befüllung mit Eiern ,Honig oder Pollen vorher mit Propolis dünn ausgekleidet werden, damit der kostbare Inhalt nicht verdirbt.

Und wenn es eine Maus geschafft haben sollte in den Bienenstock einzudringen (um Bienenmaden zu naschen), kann diese zwar von den Wächterbienen totgestochen, aber nicht mehr entfernt werden.

Dann dient das Propolis der Unschädlichmachung des Leichnahms.

Die Bienen ummanteln den Kadaver vollständig. -Dies war schon den alten Ägyptern Vorbild und Propolis wurde auch zur Mumifizierung mit eingesetzt!

 

Das Bienenkittharz/Propolis findet auch gerne in der Naturheilkunde Anwendung.

Darüber zu informieren obliegt aber nach der Gesetzgebung nur Apothekern u. Ärzten.

Da das Internet aber auch viele Informationen auf Ihre Fragen frei geben kann, empfehle ich hierzu eine Recherche !

 

Gelee Royale -Der Stoff, der Königinnen macht.

 

Dieser königliche Futtersaft hat nichts mit Honig zu tun. Er wird von den Ammenbienen produziert um in den ersten 3 Tagen die neue Bienenbrut zu füttern. Danach bekommen die gewöhnlichen Bienenmaden nur noch Pollen u. Honig.

Soll aus einem Ei eine neue Königin werden, gehen die Ammenbienen anders vor: 

Anstatt einer sechseckigen Brutzelle werden sog. Näpfchenzellen gebaut. Diese sind viel größer und haben eine eher zapfenförmige Form.

In diese legt die alte Königin ein Ei, welches anschließend mit Gelee Royale aufgefüllt wird ( Die Made schwimmt geradezu in dem königlichen Saft). 

Auch wenn die fertige Königin schlüpft, bekommt sie als Einzigste ausschließlich Gellee Royale als Futter,und das ein Leben lang!

Allein dieses Futter bestimmt, ob aus einer Made eine Arbeiterin oder Königin wird.

Die Lebenserwartung einer gewöhnlichen Biene liegt je nach Jahreszeit bei ca.30 Tagen bis mehreren Monaten. Dagegen kann eine Königin an die 7 Jahre alt werden und legt während dieser Zeit hunderttausende von Eiern.

Deshalb spricht man diesem Stoff auch in der Naturheilkunde und der Kosmetikindustrie besondere Eigenschaften zu.

Bei näherem Interesse bitte selber Recherchieren!

 

Will der Imker für den Menschen Gelee Royale ernten, so muss er eine Näpfchenzelle(Königinnenzelle) aufbrechen und mit einer Pipette die wenigen Milliliter Gelee Royale entnehmen. Diese werden zur Haltbarmachung tiefgefroren.

Es kann nur wenig geerntet werde. Das macht den hohen Marktpreis aus.

 

Blütenpollen

 

Das ist der Proteinspender für Bienen und viele andere Insekten.

Die Sammelbienen sammeln den Blütenstaub in ihren Pollentaschen an den Hinterbeinen.

Sind diese gefüllt, werden diese im Bienenstock als Vorrat in Pollenwaben umgepackt.

Pollen dienen zur Aufzucht der Brut, sind aber auch für die tgl. Nahrung der Bienen notwendig. 

Der Blütenpollen gibt den Bienen Power u. Zusatzstoffe,welche diese brauchen um ihre enorme Arbeitsleistung bewältigen zu können.

 

Pollen werden als Nahrungsergänzungsmittel gerne von Sportlern zur Leistungssteigerung eingenommen. Aber auch bei Schwächezuständen und weiteren Indikationen werden sie geschätzt.

(Verweis auch hier auf eine eigene Recherche).

 

Will der Imker Pollen ernten, montiert er ein Pollensieb vor dem Eingangsloch des Bienenstocks.

Alle Bienen müssen sich hier hindurchquetschen.

Das ist so eng, dass sich dabei der Inhalt der  Pollentaschen an den Beinen von selbst entleert.

Die Pollenpakete fallen in ein Sammelfach. Abends entnimmt der Imker diese um sie direkt zu verzehren oder zur längeren Haltbarmachung zu trocknen.

 

Die Pollengewinnung ist nur über kurze Zeit im Jahr möglich, da das Bienenvolk sonst zu stark geschwächt werden würde.